Samstag, 15. Oktober 2016

Philosophy of our Time - Pop-Culture and Philosophy

What are the dominated philosophies nowadays?

Brandom
Rescher
Rockmore


Pop-philosophy

https://www.youtube.com/watch?v=9ypg71Aixwc

Pop it was a charming affair with some simple-minded messages aiming at a body made from flesh. It won the audiances, and crossed the bridges of all religions. It took over all institutions, the radios in the offices and our runs through nature.

1. Pop has charm - it gets messages across. They know how to win over an audiances. More deeply loved than all religions together. Most successful art-form

2. It uses all institutions to establish itself. It is not the unique creator anymore. It "large institutional collaboration"

3. Pop communicates ideas, but "bypasses intellectual sides of the mind"

4. Repetition is key: 3 minutes of your day, again and again.

5. "it doesn't suffer from high arts" dependence on subtleties

6. Creates shared moments, and creates deep emotions

Can there be a redemptive synthesis between philosophy and pop?



Freitag, 12. August 2016

Fiktive Gespräche: Sloterdijk, und Materialien

Weitere Materialien: http://cicero.de/salon/walser-und-sloterdijk-ich-lebe-von-zustimmung

Norman Schultz: Wie können wir unser Umfeld, den Staat, Staaten und soziale Gebilde verstehen?

Alfred Eisleben: Da das Soziale keine eindimensionale Kausalität besitzt, lässt es sich auch nicht mit üblichen Experimenten erfassen. Wir können nicht kausal bestimmen, was einen Krieg bedingt oder eine Revolution entstehen lässt. Kausalität ist gemacht für ein Universum, zusammengesetzt aus Billiardkugeln. Unsere Soziale Realität hingegen ist ein Wechselwirkungsfeld, wobei ein gutes Maß an Zufall mit hineinwirkt.

Sloterdijk: "Es gibt in den Sozial- und Politikwissenschaften seit Langem ein gewisses Bedauern darüber, dass man mit Gesellschaften, Kulturen und Staaten im Ganzen keine kontrollierten Experimente durchführen kann. Stets bleibt man auf die Beobachtung von Originalgeschehnissen aufgrund wirklichkeitsbildender Entscheidungen angewiesen, ohne eine vergleichbare Zweitwirklichkeit studieren zu können, in der alternative Entscheidungen zu anderen Geschehnissen führen." würden." http://www.zeit.de/campus/2012/04/kapitalismus-liebe-soziolgie/komplettansicht
Alfre Eisleben: Das kontrollierte Experiment ist eben auch nur ein Erfindung und das Experiment "Experiment" scheitert an der Komplexität der Gesellschaften. Hier lassen sich erstens aufgrund aller Risiken keine Experimente durchführen, weil die ethischen Konsequenzen zu dramatisch wären und zweitens sind die Ereignisse ohnehin nicht durch korrekte Beobachtung isolierbar. Stattdessen leben wir in einer Zweitwirklichkeit der Gedanken und fragen uns ständig in Gedankenexperimenten, wie die Welt denn nun wirklich aussieht oder hätte aussehen können.

Norman Schultz: Das geht schon bei Treppenwitzen los. Uns verfolgt ständig ein zu spät gekommenes Genie, das die zuvorige Situation schon hätte richtig behandeln können.

Sloterdijk: "Konjektural-Geschichte", die Frage nach dem "[w]as wäre gewesen, wenn". Das sind die "rationalen Spekulationen", die versuchen, die "Plastizität des Zufälligen in der Geschichte" zu verstehen. Aber in Wirklichkeit ist das "Reale selbst variantenträchtig".
In den "Centenar-Veröffentlichungen zum "Ausbruch" des Ersten Weltkrieges" "wird die Geschichte eines "völlig überflüssigen" Krieges klar, "dessen Auslösung der Zufall, die Fahrlässigkeit und die Verblendung" war.

Alfred Eisleben: Das Wirkliche ist in seiner Explosion in die Möglichkeit eben nicht vollständig entschlüsselbar. Die Geschichtssplitter fliegen uns wie von einer Explosion ausgelöst um die Ohren. Wir versuchen noch in einer gewaltigen Anstrengung die Vergangenheit zu ordnen und zu erfassen. Daher kann ich auch die Zukunft nicht vollständig prognostizieren, wir sind noch immer mitten im Urknall involviert. Es kommt daher darauf an, in dieser Chaoswelle intelligent zu raten.

Sloterdijk referiert an dieser Stelle pathetisch auf Macbeth und betont, dass "das Leben [...] ein Märchen [sei], erzählt von einem Idioten, voller Klang und Raserei, signifying nothing."  Es sei ein "offene[s] Spiel des Werden-Könnenden auf dem Weg zur Gerinnung ins Faktische".

Alfred Eisleben sieht daraufhin die Zeit als eine Temperaturbewegung, einen Kältesturm, der über eine heiße Gegenwart hinwegfegt, die ein gefrorenes Eismeer von Faktizität hinterlässt. Dieser "gefrorene Eisblock der Vergangenheit" ist auch in der Menschheit angelegt, die sich daraus eine Art Zeitpalast gebaut hat, der durch die Tore von Archiven betreten wird. Zeit wird für den Menschen nutzbar. In der Krise werde uns allerdings bewusst, dass dieses nur endliche Fabrikate des Menschen sind.

Sloterdijk argumentiert: Krisen bedeuten, dass "das komplizierte System der Stützen und Halterungen, die das unüberschaubare Ganze verfugen, viel deutlicher hervortritt als zu "normalen Zeiten"." 
In der Krise werden die Experten dankbar in ihr Amt gehoben:

"Das gibt den Experten für politische Dinge einen Zuwachs an Deutungskompetenz." 
Alfred Eisleben: "Der Experte hat allerdings keine Deutungskraft, sondern ist ein fahrlässiger Urlaubsreisender, der gerne Anhalter mitnimmt und sie wie eine Oma berät."
Sloterdijk stimmt zu: [Der ] "Baader-Meinhof-Komplex [sei] eine systemisch bedingte Niederlage des Journalismus, ja des Mediensystems im Ganzen [...]. Faktisch funktionierte die mediale Spiegelung der Anschläge als der intensivste Terror-Reklame-Service."

Norman Schultz: Experten sind also Nutznießer, Parasiten des eigentlichen Weltbetriebes?

Alfred Eisleben: "Da das Fernsehen in seinem 24 Stunden-Betrieb Informationen erzeugen muss, werden verschiedene Ereignisse ins Licht gezerrt, die statistisch eine untergeordnete Rolle spielen müssen. Was die Menschheit am Ende bedroht ist nicht der Terror, sondern die Umwälzung des Ökosystems. Die wahren Massenverbrechen sind in der Ausbeutung des Tieres und der Pflanzen zu suchen. Experten aber spezialisieren sich auf emotionale Nahkatastrophen."
Sloterdijk empfiehlt "Lenins Dekrete über den Roten Terror von 1918 wieder zu lesen, um zu begreifen, dass Terror nichts anderes als eine Version der Publizistik darstellt." 
------------------------------------------------------------ (übernommen in Entgrenzen)
Sloterdijks genialische Interpretation von Pavlow

"Dass ihm der Speichel fließt, nur auf das Zeichen hin, das anfangs die Fütterung begleitete, auch wenn es später kein Futter mehr gab, enthält einen abgründigen Hinweis auf die symbolabhängige Dressierbarkeit von lernfähigen Lebewesen. Die Physis wird von der Zeichensphäre überlistet."

http://www.zeit.de/2016/11/fluechtlingsdebatte-willkommenskultur-peter-slotedijk/seite-2

Sonntag, 7. August 2016

Brandom (Links) Anaphora (Entwurf)

Nur ein Entwurf: weitere Entwicklung http://philosophie-test.blogspot.com/2016/09/brandom-and-his-anaphora.htmlhier

Löst Brandom unsere Kommunikationsprobleme (file:///C:/Users/Norman/Downloads/L%C3%B6st%20Brandoms%20Inferentialismus%20bedeutungsholistische%20Kommunikationsprobleme%20[FINAL%20for%20Online%2009092015].pdf)

Brandom und das Kripke Puzzle: http://www.dif.unige.it/epi/hp/penco/pub/bpuz.htm

Dienstag, 26. Juli 2016

Swindal's Action and Existence

for further development: see here: http://philosophie-test.blogspot.com/2016/09/davidson-and-swindals-action-and.html

http://reasonpapers.com/wp-content/uploads/2014/09/rp_361_15.pdf

Davidson's Artikel zu Action and Existence:

https://bibliotecamathom.files.wordpress.com/2012/09/actions-reasons-and-causes.pdf

Samstag, 18. April 2015

Thomas von Aquin Q1 A1 Die Existenz von Gott, vorbereitende Überlegungen zur Systematizität der Idee Gottes

Norman Schultz: Was halten Sie von Thomas von Aquin?

Alfred Eisleben: Aquin ist ein Systematisierer, dessen Wortgebrauch klar ist wie Wasser. Das Gebäude, dass er aus Worten errichtet hat, besitzt eine äußergewöhnliche Architektur. Sie erscheint mir so unglaublich stabil, durchsichtig und verständlich. Darüber hinaus ist es auch nicht so, dass Aquin nur seine eigenen Argumente vortragen würde, sondern er hat jeder Position eine gewisse Plausibilität zugerechnet, sich nicht gegen blasse Puppen verteidigt, sondern die Gegenpositionen stets als bestmöglichen Gegner aufgebaut. Es ist schade, dass wir im Unterricht diesem Denken keinen Rang mehr einordnen. Wenn wir in der Schule noch nach den mittelalterlichen Riten verfahren würden, wo am Nachmittag sich die Studierenden trafen, um Argumente zu konstruieren, die sie dann später mit dem Professor zusammen vortrugen.

Norman Schultz: Glauben Sie, dass der Schulunterricht von diesem Denken profitieren würde?

Alfred Eisleben: Ich wüsste nicht, warum Schüler dazu nicht in der Lage sein sollte. Jedes Stückchen Denken enthält immer nur wieder den selben deduktiven oder induktiven Schluss. Das hat wenig mit Intelligenz zu tun, sondern eher etwas mit Konstitut. Der Mensch hat nicht Häuser gebaut, weil er besonders intelligent war, sondern auch weil er erkannte, was tägliche Arbeit bedeutet. Bei Schülern mag Konzentration noch nicht herhalten. Da kenne ich mich zu wenig aus, aber die Philosophie bewahrt in sich kein Geheimnis, das anderen nicht zugänglich wäre. Sie setzt sich zusammen aus kritischem Denken und langfristigem Atem. Dabei geht es natürlich um Systematizität wie Sie ja kürzlich auch in Ihrer Dissertation zeigen. Entgegen also mystischen Positionen, dass uns nachts das Wissen in den Schoss fällt, formuliert auch Thomas seine Thesen.

Norman Schultz: Dann würde ich sagen, beginnen wir uns die Stücke der Questiones zu erarbeiten: Wissen wir dass es einen Gott gibt?

Alfred Eisleben: Nun, es gab zu Zeiten von Thomas viele, die glaubten, dass ein verbohrter Atheist nur geistig verwirrt ist. Gott war ja nicht nur ein Mann mit weißem Bart, sondern war viel eher als der systematische Grund zu bezeichnen, warum wir Wahrheit und das Gute haben. Für viele ist das heute nicht mehr verständlich. Deswegen sollten wir uns zunächst klar sein, dass wir keine Kausalität haben, ohne indirekt den Freiheitsbegriff anzunehmen. Der Freiheitsbegriff ist dann schon sehr nah, an dem Gottverständnis von damals.

Norman Schultz: Meinen sie mit Kausalität, dass alles, was ist, einen Grund haben muss?

Alfred Eisleben: Ja, das ist richtig. Das ist das Grundgesetz unseres kausalen Verständnisses von der Welt. Stellten wir uns eine Sache vor, die keinen Grund hätte, dann wäre es ein Effekt, der in der Welt, wie ein Wunder auftreten würde. Nein, wir wollen schon Begründung haben, zumindest in unserem kausal-deterministischen Modell. Der Determinismus macht aber einen entscheidenden Fehler.

Norman Schultz: Sie meinen, dass er nicht erkennt, dass wir für Kausalität auch immer Freiheit annehmen müssen?

Alfred Eisleben: Ich behaupte nicht, dass es beide gibt, aber wenn ich "Kausalität" sage, so sage ich interessanter Weise auch "Freiheit".

Norman Schultz: Lassen sie uns das näher betrachten!

Alfred Eisleben: Es gibt zwei Möglichkeiten, das Kausalitätsmodel auf die Spitze zu treiben. Beginnen wir mit der einfachen Variante.

Erstens) Nehmen wir an, alles was ist, hat einen Grund, so gehen wir in die Vergangenheit zurück. Wenn wir nun aber sagen, dass das Universum ja begonnen haben muss, so würden wir dafür einen Grund annehmen. Nun kann es aber in der Folge nicht sein, dass der Grund für das Universum einen Grund hatte, denn dann wäre das ja eine von unserem Universum verschiedene Kausalitätskette. Daher nehmen wir an, dass dieser erste Grund ein besonderer Grund war, der selbst keinen Grund benötigte.  Schon jetzt aber verletzen wir unserer Kausalitätsgesetz, dass wir ja zuvor für unser Realiätsverständnis zu Grund gelegt haben, nämlich dass alles einen Grund hat. Wir haben nun einen besonderen Grund und diesen besonderen Grund können wir auch als Grund ohne Grund bezeichnen, was unserem Freiheitsverständnis sehr nah kommt. Freiheit ist nämlich etwas, dass ohne Grund passiert. Das ist aber erstmal nicht so wichtig, wichtiger ist, dass wir unseren Determinismus nicht durchhalten.

Norman Schultz: Wenn das Universum also einen ersten Grund hätte, dann müsste dies ein freier Grund sein, dass heißt, es gäbe für diesen Grund keine weiteren Gründe. Wir könnten doch aber sagen, dass es das Universum schon ewig gab.

Alfred Eisleben: Ja, das ist richtig und hier steigen wir nun wirklich tief in die Metaphysik ein. Nehmen wir ein unendliches Universum an, so scheint unserer Prinzip der Kausalität gelten zu können. Es erscheint so. Dies ist der zweite Fall, den ich unterscheiden wollen. Aber machen wir folgendes Gedankenexperiment: Stellen wir uns einen Zug mit unendlichen Waggons vor. Sagen wir er wird getrieben von einer Lokomotive. Diese Lokomotive gibt es natürlich nicht, weil wir ja unendlich in die Zeit zurück gehen dürfen. Nun stehen wir also vor den Waggons und dann, sie beginnen sich zu bewegen. Was aber ist der Grund dafür? Wir wissen, dass jeder Waggon von seinem vorherigen Waggon angetrieben wird und so gehen wir auch unendlich in die Zeit zurück.

Norman Schultz: Dann aber gibt es keinen Grund, warum sich die Waggons überhaupt bewegen. Kommen wir also zum unbewegten Beweger?

Alfred Eisleben: Lassen wir das hier mit dem unbewegten Beweger erstmal. Die meisten Menschen lehnen ja die Einführung solcher Begriffe prinzipiell ab, ohne jedoch zu verstehen, welche konzeptionelle Notwendigkeit dahinter steckt. Bei den Waggons allerdings ist es so, dass auch wenn wir keinen ersten Grund annehmen, so sagen wir, dass jeder Waggon durch den Waggon zuvor bewegt wird. Die Analogie zu unserer Kausalität ist klar. Wir denken Gleiches bei einer unendlichen Kett von Gründen. Jeder Grund hat einen spezifischen anderen Grund, der ihm vorausgeht. Das vorausgehende Grund heißt dann übrigens akzidentieller Grund. Es ist akzidentiell, weil er nur zufällig diesen Abschnitt der Bewegung erklärt, aber nicht, warum sich das alles bewegt.

Norman Schultz: Nun, dass mit akzidentiellen Gründen ist hier womöglich verwirrend, aber ich gehe davon aus, dass sie auf einen notwendigen Grund, einen Grund per se schlussfolgern wollen?

Alfred Eisleben: Ja, das ist richtig. Ich meine Waggons, die sich unendlich anschieben? Wir wollen doch dann wissen, warum bewegt sich das Ganze überhaupt? Genauso verhält es sich bei den Gründen. Es kann zwar ewig akzidentielle Gründe geben, aber wir möchten doch wissen, warum sich das Ganze überhaupt bewegt. In anderen Worten ist das auch die berühmte Frage: Warum ist eigentlich Sein und nicht vielmehr Nichts? Wir stellen die Frage, welchen Grund die Annahme, dass alles was ist, einen Grund hat. Um dieses zu erklären, müssen wir nun auch einen besonderen Grund annehmen, der selbst keinen Grund hat.

Norman Schultz: Das verstehe ich nicht: Warum können wir hier nicht sagen, dass auch die Prinzipien unendliche Gründe haben?

Alfred Eisleben: Weil wir dann auf gleiche Problem stoßen würden, wir hätten in alle Richtungen unendliche Waggons. Wir würden aber nie wissen, warum sich die Waggons überhaupt bewegen. Was also ist der Grund für Bewegungen oder besser: Was ist der Grund für Gründe?

Norman Schultz: Das heißt also dieser besondere Grund, wäre auch wieder ein Grund, der selbst keinen Grund haben könnte und das bezeichneten sie ja zuvor als Freiheit. 

Alfred Eisleben: Das ist richtig. Und da wir nun beide Positionen, nämlich dass die Kette der Gründe einen ersten Grund hat und dass die Kette der akzidentiellen Gründe unendlich ist, untersucht haben, so sehen wir, dass wenn wir den Begriff der Kausalität denken, einen bestimmten Begriff der Freiheit immer mitdenken.

Norman Schultz: Das heißt also, es kann keinen konsequenten Deterministen geben.

Alfred Eisleben: Ja, ich befürchte, dass ist der Fall. Der Determinismus erscheint logisch nicht ganz aufzugehen. Stattdessen müssen wir zwei Modelle für Weltbeschreibung annehmen: Erstens, das Prinzip des Grundes, dass alles, was ist, einen Grund hat (Kausalität) und zweitens, einen besonderen Grund, der selbst keinen Grund hat, Freiheit.

Norman Schultz: Freiheit und Kausalität widersprechen sich aber oder nicht?

Alfred Eisleben: Doch sie widersprechen sich. Deswegen möchte ich nicht sagen, dass sie beide absolute Realität sind. Konzeptionell lösen wir dieses durch den Gottesbegriff, indem wir sagen, dass Gott die Idee aller Gegenstände des Denkens überhaupt ist. Hiermit sind wir dann in der systematischen Auffassung von Welt, wo die Idee Gottes, keinen anderen Grund hat, als unser widersprüchliches Denken als dennoch möglich zu charakterisieren. Wir können uns selbst als determinierter Körper sehen oder als freier Geist, der einen Leib hat. Dieser Widerspruch lässt sich in einer höheren Idee vielleicht lösen, einer Idee, die weder frei noch kausal ist, sondern als transzendentaler Grund angenommen wird.

Norman Schultz: Da mischen sie jetzt aber Kants Kritik der Urteilskraft mit rein.

Alfred Eisleben: Das stimmt bei Thomas von Aquinas verhält sich das ein bisschen anders. Mit all dem Gesagten wollte ich jedoch nur darauf verweisen, dass Aquinas den Gottesbegriff in einem gewissen Sinne systematischer auffasst, als die meisten Atheisten es sich vorstellen. Und diese Systematik müssen wir zunächst akzeptieren.

Norman Schultz: Das setzen wir, wann anders fort.

Vielen Dank für das Gespräch



Freitag, 7. November 2014

Videos Philosophie

Verständliche Einführung in Aristoteles Tugendethik
https://www.youtube.com/watch?v=4G4LAZNkK1c

Sonntag, 26. Oktober 2014

Stipendien

mal so ein paar Stipendienanlaufadressen

https://www.daad.de/deutschland/stipendium/datenbank/en/21148-scholarship-database/?status=3&origin=212&subjectGrps=A&daad=&q=&page=1&detail=10000178

https://www.daad.de/deutschland/stipendium/datenbank/en/21148-scholarship-database/?status=3&origin=212&subjectGrps=A&daad=&q=&page=2&detail=10000153

http://www.service.m-v.de/cms/DLP_prod/DLP/Foerderfibel/Verbesserung_der_Humanressourcen/Stipendien/Habilitation_bzw._Promotion_und_kuenstlerische_Entwicklungsvorhaben/_Foerderungen/Landesgraduiertenfoerderung%2c_Nachwuchsfoerderung%2c_Stipendien/index.jsp

https://www.daad.de/deutschland/stipendium/datenbank/en/21148-scholarship-database/?status=3&origin=212&subjectGrps=A&daad=&q=&page=2&detail=10000124

Top-Quotes der Philosophie interpretieren: Aristoteles zum Thema Glück

“Happiness, then, is found to be something perfect and self-sufficient, being the end to which our actions are directed.” (Aristoteles, Nikomachische Ethik, 1097b)

"Somit findet man Glück als etwas, das perfekt und selbstgenügend ist, das Ziel auf das unsere Handlungen gerichtet sind."

Glück als höchstes Gut muss sich selbst genügen und kann keine anderen Gründe haben als sich selbst. Diese Annahme fußt auf der Einsicht, dass wenn alles, was ist, einen Grund haben soll, am Ende nichts einen Grund hätte, da die Reihe der Gründe ins Unendliche fortschreiten würde. Wie ist dieses zu verstehen?

Nehmen wir zum Beispiel an, ich studiere, um später mehr Geld zu verdienen (haha, jaja, ich weiß, ich studiere Philosophie, sehr weise Entscheidung), dann würde sich die Frage stellen: Warum will ich mehr Geld verdienen? Beantworte ich diese Frage damit, dass ich mir dann mehr Dinge, wie zum Beispiel ein großes Auto kaufen könnte, dann würde sich wiederum die Frage stellen, warum ich dies wollte. Würde ich nun die Liste endlos um Gründe erweitern, so wäre es so, als würde es überhaupt keine Gründe für mich geben, da meine Gründe grundlos wären.

Am Beispiel der Nützlichkeit ist dies klarer. Alles, was nützlich ist, ist nützlich für etwas. Wenn dieses etwas aber wiederum nützlich ist, dann ist alles nur relativ nützlich zu dem, was das letzte Nützliche wäre. Da es aber kein letztes Nützliches geben kann, weil es dann nicht nützlich für etwas anderes wäre und somit nutzlos, so ist alles nicht nützlich. Oder aber, wenn es einen letzten Grund gebe, dann wäre dieser unnütz, womit aber ebenso alles unnütz wäre. Daher muss das letzte etwas nützliches in sich selbst sein, ein Grund in sich selbst.

Dieses letzte Gut nennt Aristoteles Glück.

Quellen:
http://www.novelguide.com/aristotles-ethics/top-ten-quotes

http://www.sparknotes.com/philosophy/ethics/quotes.html

http://www.sparknotes.com/philosophy/republic/quotes.html#i1029336

Freitag, 24. Oktober 2014

Wahrheit und Normalverteilungen


Wahrheit ist in ungleichmäßigen Besitz in unserer Gesellschaft

So wie sich Intelligenz immer in der Normalverteilung gibt, so verhält es sich womöglich auch mit der Wahrheit. Wenn die Wahrheit kein absoluter Wert ist, sondern eine Nähe zu den wirklichen Dingen, dann ist Nähe nur für die Wenigen zugänglich und die breite Masse gibt sich mit dem Plateau "Mensch" zufrieden.

Standardabweichungen und Verzerrung in kapitalistischen Systemen

Die breite Masse tendiert innerhalb von zwei Standardabweichungen dazu, sich knapp unter und über dem Niveau des Menschen zu halten. Bei diesen Standardenträgern finden sich dann auch die Meinungsjongleure, die mit Wahrheiten um sich werfen. Ken Jebsen wäre ein solch unerträglicher Durchschnittsbölker, aber auch Klimakritiker, Freizeitkommunisten und politisch Aktivierte, Motivierte, Verschwörungstheoretisierer und alle, die für eine halbe Stunde das Internet konsumieren und glauben Wissenschaft betrieben zu haben.

Der Flynneffekt

Da ist es doch zufriedenstellend, dass aufgrund des Flynneffekts die Menschen eher in die Höhe tendieren und in der Menschheit einen Berg bilden, den sie selbst nicht besteigen wollen. Doch einige steigen den großen Genies hinterher und unsere Geschichte der Wissenschaft ist eine Pyramide aus Schultern. Die Menschheit wie eine lebendige Pyramide ragt und wächst in die Höhe der Geschichte. Generationen haben uns geschultert und wir stehen auf einem Boden aus lebendiger Zeit.

Aber wie es mit den Normalverteilungen ist, so ist es auch mit der Wahrheit: Wo die Wahrheit am größten ist, sind nur Wenige.

Nun könnten wir argumentieren, dass diese Standardabweichungen doch nur geringe Unterschiede bilden. Ich aber sage, dass die Normalverteilung die Wirklichkeit ist, die letztlich alle Unterschiede bestimmt. Fortschritte in der Menschheit geraten in den Standardabweichungen zu Dimensionen des Lebens.

Was wir wirklich sind

Aber diese lebendigen Metaphern in uns, die wie Blumen oder Krankheiten sprießen können, sie sind die Wirklichkeiten der Wenigen. Wie, wenn nicht durch das innere Bild das eigene unscharfe Bild von uns verstehen?

Samstag, 18. Oktober 2014

Rockmore's Hegel - The Experienced and the thought Object



As Rockmore in reference to Hegel says, it is impossible to know an mind-independent object. He states:
“Hegel here argues, using Kant's critical philosophy as an illustration, that we do not and cannot know an independent external object, since we know only what appears in consciousness.”1

The only approach we have is our consciousness with its appearances. In this sense, Hegel overcomes the traditional dualistic conception of a subject and a mind-independent object (Brandom usually calls this sense-dependence, but thinks that reference-dependence is still possible, however, it seems on the level of epistemology it is not).

Instead Hegel proposes another view. Concerning this Rockmore states:

“He restates the familiar dualistic relation between a subject and an independent object as a dualism occurring within consciousness between our view of the object and the object as experienced.”2

So, on the one hand, we are thinking about the object and, on the other hand, we are experiencing it. In this dualism we are acquiring knowledge. But what is knowledge? Rockmore writes:

”Knowledge is the end result of a process in which both our view of the object and the object of the view are altered through comparison of one with the other, and which terminates when they coincide.”3

As we can see now, knowledge is the relation between the object which is seen and this particular view of the object. In comparison the object will be specified. For Rockmore the Hegelian theory becomes therefore a relation between our experienced object, and the object that is thought. Both of these objects are mind-internal, nevertheless, it does not explain how both objects can coincide. Isn't Rockmore's solution a repitition of the same problem only mind-internal?



Was also ist alle Theorie, die sich in unseren Köpfen von den Objekten spinnt? Wie wird aus dem ganzen Stroh des Denkens schließlich das Gold wahrer Erkenntnis? Welches Rumpelstilzchen steckt hinter unserem Glauben von der wirklichen Welt den Namen zu kennen? 

Letztlich ist der Zugang über das "was", über die Essenz, schwierig, stattdessen muss das "wie" in den Mittelpunkt rücken. Wie wir schon bei Heidegger gesehen haben, kann nur dies Aufgabe einer Phänomenologie sein. Hegel überkommt hier einige dualistische Traditionen, trennt jedoch immer noch das gesehene Objekt vom Blick auf das Objekt, das erkannte Objekt und das im Erkennen liegende Objekt. Diese beiden Objekte alterieren stets. 

Thus, as long as we grasp Hegel's theory as a relationship between of two independent objects, we are not dealing with Hegel. As a result I must claim that Rockmore's empirical theory of Hegel could be wrong. His indication that Hegel's theory is not a coherence theory, but a correspondence theory seems to support my refusal. It seems to me a correspondence theory cannot provide an internal criterion, but a coherence theory possible could.

1 Rockmore, Tom. Cognition An Introduction to Hegel's Phenomenology of Spirit 1997:23

2 Rockmore, Tom. Cognition An Introduction to Hegel's Phenomenology of Spirit 1997:23

3 Rockmore, Tom. Cognition An Introduction to Hegel's Phenomenology of Spirit 1997:23

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Unterrichtsmaterialien Philosophie Plato

Eine Sammlung von möglichen Unterrichtsmaterialien


Plato:

Ring of Gyges
http://s3.plato-apa.org/pdf/plato.pdf

Gute Erläuterung

Outline von Platos Republic
http://www.csub.edu/~mault/republic%20outline.htm

Sehr gute Aufschlüsselung

http://www.litcharts.com/lit/the-republic/book-9

Extended Materials

http://www.sparknotes.com/philosophy/republic/section1.rhtml - Sparknotes ist immer gut

Videos

Einfach erklärt, Lesch und Voßenkuhl: Die Sophisten
https://www.youtube.com/watch?v=UAf68gc6C8Y

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kinderphilosophie, Habermasblog, Doku über Apel, Zeile für Zeile, Aristotels

Können Kinder philosophieren?

Professor Quante zum Philosophieren mit Kindern. Einem Zeitungsinterview gemäß weniger tiefgründig. (http://www.deutschlandradiokultur.de/bildung-schon-grundschueler-sollen-philosophie-lernen.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=299097)

Ich frage mich daher allerdings, wo die fundamentaleren Argumentationen greifen. Die Philosophie war ein entscheidender intellektueller Impulsgeber für die Moderne. Als Grundlagenwissenschaft wundert mich, dass sie nicht wie eine Grundrechenart unterrichtet wird. Wir sollten daher die Argumente stärken, dass Philosophie ihren rechtmäßigen Platz in einer Grundausbildung des Geistes hat.

Habermasblog

Ein interessanter Blog zu Habermas, wobei auch Brandom eine Rolle spielt:
http://habermasians.blogspot.com/

Dokumentation über Apel:

https://www.youtube.com/watch?v=T2zFNxI3EjA

Zeilen für Zeilen Interpretation von Aristoteles De Anima Buch III,

part 1, warum wir nur 5 Sinne haben können

http://www.focusing.org/aristotle/Ae_Bk_3.pdf

Sonntag, 5. Oktober 2014

Über Publishing in Journals

Hier sollte jemand publizieren: http://leiterreports.typepad.com/blog/2009/03/the-highest-quality-general-philosophy-journals-in-english.html

An das Jahr 2014 - Ich wünsche dir Erneuerung

Aus diesen chaotischen Jahrtausenden stieg eine Menschheit hervor, um doch alle ihre Gewalt nur in sich selbst als Produkt hervorzubringen.

Kein Realismus oder Idealismus, was wir schaffen ist Kraft.

Die Ideen jedoch, die in mir wie Feuerwerke an einsamen Himmeln aufstiegen, waren nur Träume. Träume mit der letzten Substanz der Realität, sterbende Kometenträume und einer hing mit allen Gedanken an ihrem Schweif.

Einer konnte nur den toten Dingen der Gedanken gehören; denn einer sah wie alles sich nur in der Vergangenheit seines Denkens befand.

 Ich müsste doch sagen, dass ich diese Sätze fühlte, doch ich verstehe weniges davon immer weniger... Aber ich weiß doch, dass diese Speerspitzen der Einsicht hier nun nur meine Bitterkeit bezeugen. Es ist doch ein bitteres Unkraut, dass unsere Gedanken beginnt zu überwuchern. Die Zeit überwächst uns mit mehr und mehr Gedanken. Ich wünschte ich wäre noch einmal leer und neu, neu wie frisch geboren.

 Die Welt aber macht uns sterbend und drängte in uns wie eine Flut.

Mir scheint, manche müssen an der Welt vergehen, bevor sie tatsächlich gestorben sind. Einige sterben mit, weil auch ihr psychisches Rückgrat schon gebrochen ist.

Die Möglichkeiten eines Lebens reduzieren sich in jedem Moment. Wie Götter geboren, sterben wir als Menschen. Wir werden irdisch und müssen daran teilnehmen und einige sind früher als andere vergangen.

Sterben scheint einer, wenn nicht der mächtigste aller Lebenssinne zu sein.

Ach, wo ist das Positive, das ich dir hier schreiben sollte? Nun es sind noch Gedanken, Funken eines Atems, Produktivität. Hinter aller Ideologie von mir verbirgt sich doch wahre Arbeit. Ein unstillbares Verlangen nach lächerlicher Größe in mir.

Ich bin bei vielen Familien hier in Amerika, da sie mich sehr mögen. Aufgrund einer angeblich positiven Grundhaltung bin ich gern gesehen. Joshua hat fünf Kinder und ich mag sie. Das Lineal liegt immer auf dem Tisch. Was soll einer tun wenn die Generationen der Erziehung und Gewalt noch in uns sind. Neuerdings senke ich den Kreisen meinen Kopf und bin traurig, dabei fragen mich Menschen nur nach Deutschland und ich kann nicht antworten, weil die Wirklichkeit hinter keinem dieser Gespräche verborgen liegt. Wir sehen nicht die Dringlichkeit des Daseins.

Ich kenne niemanden mehr, der noch über die Existenz spräche, über diese Wirklichkeit in uns. Mir scheint, die Welt ist sich selbst verloren gegangen, obwohl sie sich doch schon gewonnen hat.

Nonsense, es geht wohl nicht mehr, nach dieser Nachricht Erneuerung zu wünschen. Dies war eine Intention, aber das Gehirn geht andere Wege dieser Tage. Ich schreibe weiter...

Habermas - Gesellschaften ohne stabiles Fundament


Natürlich Habermas teilt die Ansicht Kants, dass eine universelle Fundierung der Demokratie durch ein sicheres Ich erwünscht sei, lehnt aber Kants Begriff vom Subjekt ab. Denn dieses einsame Selbst hatte niemals eine Wirklichkeit in der Welt. 

Flyvbjerg gibt für diesen Habermas folgende Stellen an:
Habermas, The Philosophical discourse of Modernity. 1987:260
Habermas, The Philosophical Discourse of Modernity 1987:302

Wohin driften wir jedoch ohne stabiles Fundament, ohne Egozentrismus? Sind wir einsam wie Eskimoeltern auf einer Eisscholle, die nachdem sie ihre Existenz nicht mehr rechtfertigen konnten, von ihren Kindern abgestoßen wurden? Sind es die nächsten Generationen, die uns schon vor ihrer Geburt schon abgetrieben haben.

Nun stellen sich die Zeiten ein, da wir den Staffelstab der Zeit nicht mehr weitergeben können. Wenn wir schon das Übel wählen, dann das Schlechtere von zweien. Weil wir nicht an die Konstituierung des Relativen glauben, driften wir. Ohne diese Konstituierung hätten wir Kontextualismus, Relativismus gar Nihilismus. Aus diesem Grund erachtet auch Habermas, so Flyvberg, eine Konstituierung für notwendig und glaubt auch diese realisiert zu haben (Flyvbjerg 212)

Kann relatives Wissen Wissen sein? Sokrates wusste wohl die eigene Minderwertigkeit zu akzeptieren.

The solution: Communicative Rationality
"The communicative rationality recalls older ideas of logos, inasmuch as it brings along with it the connotations of a noncoercively unifying, consensus-building force of a discourse in which the participants overcome their at first subjectively based views in favor of a rationally motivated agreement (Habermas. The Discourse of Modernity 1987:294,315)     

Flyvbjerg, Bent. Habermas and Foucault: thinkers for civil society? http://flyvbjerg.plan.aau.dk/CIVSOC5%200PRINTBJS.pdf

Sonntag, 14. April 2013

Kant und der Minderwertigkeitskomplex endlicher Subjekte


Der einsame Denker in geselliger Runde - Wirkliche Subjekte sind
kommunikative Wesen (Quelle: Wikimedia)
Mit Kant sei der Motor der Moderne zum Laufen gekommen. Weil aber Kant eine alte Subjektidee feierte: Ein isoliertes von der Welt abgeschnittenes, grüblerisches Selbst, nichts weiter als eine Idee im Flug durch kosmische Leere, ein Ich mit Einsamkeit und Langeweile beschlagen, nur mit Erscheinungen, Schablonen der Sinnlichkeit bedruckt, niemals aber sich selbst gefühlt und erfahren, so wie eben der Denker niemals eine Frau oder Kinder hatte, sich niemals in der sich hingebenden Intersubjektivität heimisch fühlte, so konnte Kant auch nicht in die wirkliche Moderne aufbrechen. Kants Wissensbegriff verblieb immer noch überhöht mit der Selbstbesoffenheit vom ewigen Wissen, einer ewigen Mathematik, einer ewigen Harmonie. Er blieb gewiss von der Kenntnis der Natur, von dem Wesen, das schließlich alles zum Guten richten würde.

Und es ist wahr, der endliche Geist spürt in Kant doch immer das Unendliche. Und philosophiert wie ein Minderwertigkeitskomplex über das eigene Leistungsversagen. Durch das Dickicht der Erscheinungen ist noch niemand zum Ding an sich vorgedrungen, zur unverfälschten Natur. Was Kant nicht sah: Wir sind immer nur Menschen in einer Gesellschaft geblieben.

Gemäß Habermas seien so auch Hegel und Marx am Schmerz Unendliches zu wollen und doch endlich zu sein gescheitert.

Nun aber gilt es Hegel zu studieren, der in der Philosophie alles auf die Karte der Intersubjektivität setzt und vielleicht reift im endlichen Wein der Gesellschaft, doch etwas von der unendlicher Schönheit.

Montag, 12. November 2012

Kant - SIL14-K001-05a
The root of existence, the root of all our knowledge, how can it be one? Kant thought that there must be a general disparity between us and the world. Sensibility is the capability of being in contact with something else than ourselves. Sensibility shows that there is a complex of otherness, total indifference, blind.

Understanding on the other hand is the self-containing container of emptiness. Understanding incapable of feeling, merely silent, calculating nothing, zero times zero, zero, zen. It is nothing which just feels affected when something else plays around with him. Nothing that becomes and yet will be only nothing, when it starts and ends. Its beginning is the end. It is a timeless nothing, eternity, unity, everything which will be.

Kant thought there is the world, and here I am. The completness of totality meet finally the emptiness of nothingness, both combined, however, are pure awesomeness: The Critique of Awesome.

Yet there is time which holds the different universes together. While the always-different presents itself again and again, it is an exhibitionist, it represents itself in time, it is, the always unified unites the always different, which passes the inner eye. The stability of me waits as empty as it is. No change until senses fill the reality into the container of nothing.

The mere fact was still a naked nothing and everything, however the interplay of nothing formal, matter and pure form produced something else, something like objects, something like world and us.

In the pulses of time, nothing becomes and the all-initself, understanding, starts to produce objects.


Sonntag, 11. November 2012

The empty Self - Kant makes me feel miserable.

Kant5It seems we disagree, that disagreement has been the engine of philosophy. Still we develop something and nobody knows why, there are just concepts which are combined. So Hegel disagrees with Kant: The "dual-source" model which describes the complete independence of cognition and sensibility is not satisfying. Does the manifold, the entire world composed of tiny fractions of fractions which affects us, which is the given material in sensibility, does this manifold and the unity of transcendental apperception, the self, the thinking, the self-thinking I, the I think, the unchangable unity which connects me to myself over the years, which makes me possible, does this manifold, the reality and the I-think which ackknowledges form an original unity or does they just exist in different spheres? It seems unreasonable to assume that there is thunder and light which strikes through us, so that we are the cutting point in the universe where everything becomes different and identical. It seems to ways into different directions have to be taken. The one just thinks and feels miserable, the other just feels great and is dumb. What kind of a unity must a genius provide, who feels and thinks. But the blind and the empty they find their way in us, and when you combine blindness with emptyness you perceive empirical knowledge. Knowledge which gives you opportunities to live in the endless realms of an ending life. The difference and identity must be given at the same time, otherwise we would be not here, still at the same time they must be different, otherwise knowledge would be not possible or we would be all-knowing. So Brinkmann writes: "Hegel is prepared to read most of the Transcendental Deduction as an attempt to work out the idea of an original synthesis."

The original is always deeper than we thought. We have lost contact, to what we have done. The original self, was somebody else who gave us material for reflection. We are too late, just here, not there. The past has born us, and we give present to past, to be pregnant with future.

What does Hegel claim?

It is "an essential proposition of the Kantian transcendental philosophy that without intuitions notions are empty" (SL 585/WdL II 223) (after Brinkmann source see below). Our notions right upon in our brain are empty when these are not applied to the given around us. The reality is the non-emptiness. The external gives reality of concepts, it is "the absolute reality" (SL 587/WdL II 224-5) (after Brinkmann source see below)

Finally, we are empty. We go into ourselves, find the unity of apperception and feel empty. You have to go into your inner-self, I have been the there - together with Kant - it is empty.


Source: Brinkmann, K.: Idealism Without Limits - Hegel and the Problem of Objectivity. New York 2011

Samstag, 29. September 2012

Freiheit macht frei (Ansätze zu Foucault)


Klimt - Philosophie - 1898-1907Klimt und die Philosophie (CC via Wikicommons)

Derweil treibt mich also die Arbeit an meinen Doktorseminaren um, wobei ich im Wesentlichen auf Michel Foucault zu spreche komme. Bei ihm steht jede moderne Errungenschaft unter dem Generalverdacht, doch eben nicht das Resultat der Vernunft, sondern Produkt einer brutaleren Macht zu sein. Hier allzu ein paar Ansätze, die ich demnächst veröffentliche. Das abendländische Subjekt dämmert vor sich hin. Einst stieg mit der Aufklärung die Frage nach der Freiheit des Einzelnen auf und damit auch die Frage, wie eine Gesellschaft diese Freiheit des Einzelnen einzurichten vermag, wenn doch eben die Grenzen der Freiheit in der Gesellschaft liegen. Doch mit den Idealen eines aufklärerischen Humanismus veränderte sich teilweise eruptiv das Relief der Staaten. Getrieben von den Idealen besserer, vernünftigerer Gesellschaften rieb sich die Philosophie wie auch die Gesellschaften in Revolutionen aneinander auf.

Resultate: Der Monarch wurde durch Systeme ersetzt, wobei zwar das Ameisenvolk seine Herrscher irgendwie doch demokratisch bestimmte, gleichwohl dieses Volk aber nicht der Systemmacht eines angleichenden Apparatess entkommen konnte. Die Zugriffe waren fortan unter den Zeichen klar quantifizierbarer Gleichmacher erlaubt und nicht mehr unter der durchlauchten Willkür eines Stellvertreter Gottes. Mit den neuen Ideen entfernte sich das Strafrecht von einer ähnlichkeitstheoretischen Auffassung von Strafe und Verbrechen und stellte den Angriff auf die doch metaphysisch, seelische Freiheit in den Mittelpunkt. Fortan wurde Dieben nicht mehr die Hand abgeschlagen, sondern die Freiheit genommen; fortan musste die Strafe nicht mehr der Tat entsprechen, sondern nach einem einheitlichen Maß quantifiziert werden. Foucault führte diese Gedanken in "Discipline and Punishment" (wenn auch soziologisch eher kreativ als korrekt) aus. Der Verbrecher werde psychologisch verdoppelt, indem neuere Techniken darauf zielen, dessen Seele eben anzugleichen. Durch die Reintegration des Verbrechers in den Systemapparat ist zugleich seine unsterbliche Seele als formbare Masse in einer endlichen Welt angekommen. Die zunehmende Menschlichkeit (wie wir hinlänglich unsere Freiheit verstehen) war nur eine andere Form von Disziplinierung, die modernen Subjekten erklärte, dass ihre Freiheit Lebenszweck und Sinn wäre.

Alle Hoffnung alle Verzweiflung hatte das Subjekt fortan unter einer Realisierung der größeren Freiheit zu interpretieren. Die systemimmanenten Niederlagen wie beispielsweise Arbeitslosigkeit waren gerade unter den größten Freiheitsnationen Fehler in der "pursuit of happiness". Gerade die Amerikaner haben wohl das größte Ideal der Freiheit erschaffen, dass Strafsubjekte diszipliniert. Die verordnete Freude der Freiheit kommerzialisierte das amerikanische System und gab sie als Ziel der Glücklichen aus.



Montag, 27. Februar 2012

Was ist die Grenze? Plessners Interpretation.

Der Folgende Text ist ein Auszug aus meinen umfassenden Interpretation zu Plessner Theorie über das Leben. Hier geht es insbesondere um die Problemstellung der Grenze.

Beim unbelebten Körper bleibt die Unterscheidung zwischen Außen und Innen schwierig. Es ist unklar, wo genau beispielsweise bei einer Pflanze die Grenze besteht. Plessner schreibt dazu: „Wo sollte wohl an einer Gesamtheit elektrischer Ladungen oder gar an einem chemischen Gleichgewicht zwischen Reaktionen abgesehen von der physischen Form (Topographie), an welche diese Gestalten gebunden sind, Innen und Außen unterscheidbar sein?“ Gemäß der Aspektivität eines Dinges gibt es also keinen empirischen Beleg für den Dingkern, also für das Innen. Körper jedoch, bei denen eine divergente Außen-Innenbeziehung zu ihrem Sein gehört, die Plessner als lebendig benennt[1], müssen eine Zone haben, in der sich die Richtungen nach Außen und Innen aufheben, weil bei lebendigen Körpern zum Beispiel der Stoffwechselprozess eine wichtige Rolle spielt. Stoffwechsel als Zeichen für Leben ist zugleich Bedingung von Leben, da jedes System zur Aufrechterhaltung Energie benötigt, die der lebendige Körper über den Stoffwechsel erhält. In gewissem Sinne ist ‚Stoffwechsel’ die Frage danach, wie viel Innen nach Außen und wie viel Außen nach Innen darf. Hierzu bedarf es jener obengenannten Zone, in der Außen und Innen sich umkehren, ohne sich aufzuheben. Diese Zone müsse gegenüber dem Richtungsunterschied neutral sein[2] und dürfe kein Gebiet einnehmen, da sonst der Richtungsgegensatz aufgehoben wäre. Plessner benennt diese Zone als Grenze.
Der gewöhnlichen Anschauung nach werden die Grenzen eines Körpers mit Linien wiedergegeben.[3] Hierzu jedoch bemerkt Plessner: „Aber einer Linie entspricht keine eigene Entität.“ Die Grenze lässt sich nicht als eigenes fassen, denn gehörte die Grenze als Entität zum Körper, wäre sie materieller Teil des Körpers. Wo wäre dann aber das Ende der materiellen Grenze? Eine Grenze der materiellen Grenze etwa? Offensichtlich stieße sich mit dieser Frage der Unnachgiebige in den Abgrund der Unendlichkeit.[4] Soviel steht fest: Wo Körper anfangen oder enden, muss ein Rand[5] sein. Der betreffende Körper hat allerdings seinen Rand nicht als etwas Bestehendes, sondern jener ist mit und in ihm, als dieser.[6] Der Rand konstituiert das Anfangen oder Aufhören des Körpers gegen etwas anderes außer ihm Seiendes. Am Rand kann der Körper gegen andere Ränder von Körpern stoßen. Beim lebendigen Körper aber, der nicht nur kraft des Doppelaspektes erscheint, sondern im Doppelaspekt erscheint, darf die Begrenzung nicht einfach nur Rand sein, an dem sich vielleicht ab und zu beim Stoßen ein ‚Aua’ entzündet. Beim lebendigen Ding muss die Begrenzung für Außen und Innen umschlagen, zugleich abschließend, als auch aufschließend (zum Beispiel aufgrund der angesprochenen Überlebensfunktion). So muss die Grenze die realisierte Beziehung zwischen Innen und Außen sein, nicht als Raum-Zeit-Koordinate bestimmbar, sondern nur unter einem prozessualen Gesichtspunkt auffindbar. Plessner schreibt hierzu: „Das Lebendige Ding [...] lebt in dynamischer Bezogenheit sowohl auf sein Umfeld als auch im Gegensinne zu ihm, dem lebendigen Ding zurück, d. h. also im Doppelaspekt  ineinander nicht überführbarer Richtungsgegensätze. Demnach ist der Prozess die Weise seines Seins.“ An der Grenze eines lebendigen Dinges muss prozessual das Umfeld zu Körperlichem und Körperliches zu Fremden verwandelt werden[7]; nur hier kann die dynamische Bezogenheit auf das Umfeld realisiert werden. Die Grenze muss also ein gegensinniges Verhältnis zwischen den durch sie getrennten und zugleich verbundenen Größen stiften.[8] Damit ist die Grenze, auch wenn der physische Körper sich in der Wahrnehmung als Gestalt rändert, nicht wirklich vorhanden. Vielmehr ist die Grenze eine Eigenschaft des Körpers, die Realisierung eines Übergehens, das Verhältnis des Körpers zu dem umgebenden Medium und das Verhältnis zum Körper zurück. Der lebendige Körper ist damit über sich hinaus und sich entgegen und muss damit ein Verhältnis zu seinem konturstiftenden Außen entwickeln. So ist das Überleben des lebendigen Körpers die Frage wie das Innen nach außen wirken muss, damit das Außen bestehen kann (das Wie des Konturerhaltens). Das Verhältnis also, das ein lebendiger Körper zu seinem Rand, seiner Begrenzung hat, zeigt sich im Doppelaspekt. Plessner drückt dies folgendermaßen aus: „Das Über ihm [der Körper] Hinaus und das Ihm Entgegen – wie man deutlich erkennt, nichts anderes als die anschauliche Präzisierung der Doppelaspektivität – erscheint (sinnentsprechend) als Randphänomen des physischen Systems.“[9] So sei der Antagonismus nach Außen und nach Innen eine notwendig eigenschaftlich an dem Körper auftretende Bestimmtheit seiner Erscheinung. Das Grenzverhältnis, nur erschaubar, könne nicht demonstriert werden[10]; es ist das Bedingende der Erscheinung und zugleich die Erscheinung selbst.


[1] Plessner "Stufen des Organischen und der Mensch" S.89
[2] Plessner S.100
[3] Vor allem bei den schlechteren Künstlern oder in Zeichenlehrbüchern ist dieses anschaulich zu beobachten.
[4] Hinzu kommt, dass in einem leeren Zwischen Innen und Außen einer unsichtbaren Trennung unterliegen. Somit wäre aber der Doppelaspekt, kraft dessen ein Ding erscheint, aufgehoben, weil der Richtungsgegensatz sich in einer virtuellen Zwischenzone nicht wie beschrieben konstituieren könnte.
[5] Zur Vereinfachung schlage ich vor, bei unbelebten Dingen, sowie bei Kontureigenschaften jeglicher Körper von einem Rand, bei belebten Dingen von einer Grenze zu sprechen, auch wenn letzten Endes das Verhältnis des Dinges zur Grenze entscheidend ist. (Plessner verwendet zeitweise das Begriffspaar Begrenzung; Grenze)
[6] Vgl. Plessner S. 102
[7] So wäre beim Menschen, sobald er den Mund öffnet und beginnt zu assimilieren, eine Grenze schwer zu bestimmen. Denn wo und wann gehört eine Banane entgültig zu ihm? Doch auch angesichts der übrigen Stoffwechselprozesse zum Beispiel der Atmung, erschöpft sich Grenze nicht nur als äußere Gestalt. Ebenso kann das Beispiel einer Qualle herangezogen werden, die angeblich bis zu 95% aus Wasser besteht.
[8] Plessner S.127
[9] Plessner S.128
[10] Plessner S.128